Top-Rallye auf Corona-Art

SÜDERBRARUP. Es scheint wie eine verkehrte Welt: Da findet am kommenden Samstag (05.09.) in Süderbrarup die bestbesetzte Rallye des Jahres in Deutschland statt und außer den Organisatoren der Veranstaltergemeinschaft von den MSF Idstedt und dem AC Schleswig sowie den Teilnehmern darf keiner hin. „Als Veranstalter sind wir sehr froh, dass wir mit einem ausgereiften Hygiene-Konzept die beteiligten Behörden überzeugen konnten und gemeinsam eine Grundlage gefunden haben, die ADAC Cimbern Rallye überhaupt durchführen können. Wie jeder Sport lebt auch der Rallye-Sport von der Begeisterung der Fans. Darauf müssen wir in diesem Jahr verzichten, aber dieser Verzicht ermöglicht den sportlichen Wettbewerb“, erläutert Rallyeleiter Rainer Haulsen (Schleswig).

Da die Cimbern eine der wenigen Rallye-Veranstaltungen ist, die in diesem Jahr überhaupt durch-geführt werden kann, ist der Andrang der Sportler riesengroß. Mit 112 Nennungen wurde bei Deutschlands nördlichster Rallye erstmals seit gut 30 Jahren wieder eine dreistellige Teilnehmerzahl registriert, dazu kommen noch 15 Teams des Retrofeldes, die allerdings nicht auf Bestzeit unter-wegs sind.


Kristian Poulsen / Ole Frederiksen gewannen 2019 die ADAC Cimbern Rallye.  
Foto: RBHahn

Auch die Qualität des Feldes ist beeindruckend. Die Dänen schicken zu ihrem ersten Meisterschaftslauf ihre komplette Elite. Angeführt werden sie von Kristian Poulsen, der zusammen mit Co-Pilot Ole Frederiksen im vergangenen Jahr hier gewonnen hat. Dazu kommen hochkarätige Teams der nationalen Szene, der vierfache deutsche
Meister Hermann Gaßner aus dem bayrischen Surheim nimmt dabei den Weg von jeweils über 1.000 Kilometern quer durch die Republik auf sich. Insgesamt starten 14
Teams auf leistungsstarken R5-Boliden, sie werden den Sieg unter sich ausmachen. 


Beste Deutsche 2019: Martin Schütte / Kerstin David belegten Rang 7
Foto: RBHahn

Die sportliche Entscheidung fällt auf drei Wertungsprüfungen, die jeweils zweimal gefahren werden. Insgesamt sind 85,38 Kilometer auf Bestzeit zu absolvieren. „Die als
zweite Wertungsprüfung geplante Strecke kann kurzfristig nicht gefahren werden, aber in Zusammenarbeit mit den beteiligten Gemeinden und den Genehmigungsbehör-
den haben wir sofort eine Alternativ-Strecke gefunden. Allen, die diese Lösung ermöglicht haben möchten wir an dieser Stelle ganz herzlich danken“, sagt Organisationsleiter
Torsten Johne (Flintbek). 


Die Lokalmatadoren Rolf Petersen / Jürgen Krabbenhöft sprangen auf Platz 17
Foto: RBHahn

Die Vorbereitungen des Orga-Teams waren diesmal komplett anders. „Dort wo wir uns normalerweise um das Programmheft, die Zuschauerpunkte und Zuschauerlenkung
und andere öffentlichkeitswirksame Aktionen gekümmert haben, standen diesmal – neben der Organisation des sportlichen Teils – die Planung und Umsetzung des Hygiene-
Konzeptes im Vordergrund“, sagt Haulsen. So mussten sich alle Teilnehmer und ihre Service-Teams vorab online registrieren, damit vor Ort so wenig persönliche Kontakte
wie möglich entstehen.

Johne hat für alle Fans noch einen wichtigen Apell: „Wir haben in diesem Jahr die ungewohnte, aber absolute erforderliche Situation, dass wir alle Fans dringend bitten,
zuhause zu bleiben. So unterstützen sie uns und ermöglichen die Durchführung der Rallye.“

Aktuelle Informationen gibt es auf www.cimbern-rallye.de

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